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Morgenlicher Stress

Hah nach dem aufstehen zu merken das keine Zigaretten mehr da sind ist hart. Dies zu merken und Raucher zu sein noch härter. Dies zu merken, Raucher zu sein und aus einem unglaublich heißen Bett, in aller früh in die eisige Kälte raus zu gehen am härtesten. Und so als wär das nicht schlimm genug stand dieser alte Sack in nähe des Zigaretten Automats meines Vertrauns xD. Vor einer Woche hat er mich auf der Straße rauchen gesehen, kam zu mir und hat mich ANGESCHRIEN...von wegen anzeigen würde er mich gerne, da ich ihn zum passiv Raucher mache und ihn umbringe...ja genau Mr.

Naja jedenfalls stand er dort, drehte mir zwar den Rücken zu, aber wer die dummen Automaten kennt weiß das die fürchterlich laut bimmeln xD Also hab ich gewartet und gewartet. Das alte Ungetier wollte einfach nicht weg gehen -.- dann kam zum Glück mein Vater von der Nachtschicht xD hat allerdings auch nicht viel geändert außer das ich nicht alleine warten musste. Naja der wollte einfach nicht weg, mein Vater wurde ungeduldig, da bin ich einfach hin. Das Teil spielt seine Melodie, als ich James Bond mäßig den Perso durchziehe ( ich liebe ES das ist so secret agent mäßig xDDDD) der alte sack dreht sich um und hält aber die Klappe, sein Glück...meine James Bond Art wird ihn wohl eingeschüchtert haben xDD Naja das wars xD relativ unspektakulär, aber ich empfehle jedem ( der es darf ) einmal an so einem Automaten mit dem Ausweis Kippen zu ziehen, egal ob Raucher oder nicht xD Das ist unglaublich lustig xD 

 

Tasha hat gestern ein SOOO tolles Video für mich gemacht *O* das hat mich soo gefreut <3

 

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Hier kommt ein weiteres Kapitel der Geschiche xD "wenn du bei mir bleibst-wird mir vergeben"

 

-Kapitel 5-

>Auf wieder sehen<



>>Wann wir schlafen gehen bestimme ich du Abschaum!<<

>>Tut mir leid, es war eher eine Art Vorschlag.<<

Er drehte mir immer noch den Rücken zu, das Zimmer war noch nicht vollständig aufgeräumt.

>>Hast du nicht noch was zu erledigen?!<<

Ich fühlte mich unwohl mit ihm in einem Raum. Ich wollte weg.

Irgendwo hin wo mich nichts an ihn erinnern würde, an einen Ort an dem er nicht existierte.

Während er weiter aufräumte lief ich in den Flur, ich lief nicht, ich flüchtete.

Dort angekommen schnappte ich mir den Hörer und wählte mich zu Aiko durch.

Einen Plan weshalb ich ihn anrief und was ich ihm sagen wollte, hatte ich mir nicht zurecht

gelegt, es geschah alles viel zu spontan und überlegt.

Ich tat nie etwas unüberlegtes.

>>Makoto? Was gibts denn? Probleme bei den Hausaufgaben? Oder bist du sauer das wir

am Bus heut Mittag nicht gewartet haben?<<

>>Nein keins vom beidem.<<

Ich war so verwirrt, die volle Wahrheit konnte ich ihm nicht erzählen, ich musste es anders verpacken,

ich musste seine Verwunderung ernten um die Macht wieder zu spüren.

>>Hör mal, ich hab den Neuen zu mir nach Hause gezwungen und hab raus gefunden das er schwul ist.<<

>>Nicht dein ernst?! Wie hast du es raus gefunden? Hat er dich geküsst?<<

>>Nein du Trottel!<<

Ich wurde wütend.

>>Ich habs ihm angemerkt, du weißt doch ich merke so was immer schnell.<<

>>Ist er noch bei dir? Was hast du jetzt vor?<<

>>Ja er ist noch da. Ich hab ihm ne Lektion erteilt, ne extra Lektion für schwule, wenn du verstehst.<<

Endlich.

Ich hatte meine Macht wieder. Ich musste grinsen.

>>Ne Lektion für schwule?<<

>>ja es wurde sehr blutig.<<

Desto mehr ich daran dachte desto besser fühlte ich mich. Seine traurigen, beschämten Augen

waren vergessen.

>>Hast du ihn geschlagen, oder wie?<<

>>Man Aiko du bist vielleicht dämlich. Ich hab ihm ne Flasche rein geschoben.<<

>>Das hast du dich getraut? Respekt. Ich hät das ja nicht gekonnt. Siehst du, genau deswegen

bist du unser Anführer.<<

>>Was hast du erwartet?<<

>>Jaja schon gut. Bleibt er noch bei dir? Was hast du vor? Wir lassen ihn nicht in ruhe oder?<<

>>Ja er bleibt bis morgen, oder mal schaun. Vielleicht setz ich ihn auf die Straße. Was genau

ich vorhab wird sich noch ergeben denke ich. In ruhe lassen wir ihn auf keinen Fall!<<

>>Naja okay, aber du hör mal. Manabu kommt gleich zu mir übernachten und bei den Hausaufgaben

helfen, ich muss ihn abholen von der Haltestelle. Wir reden morgen drüber, ja?<<

Er legte auf. Frechheit.

Doch es war in Ordnung. Ich fühlte mich gestärkt und ging, zusammen mit einem Glas Wasser, zurück in das Zimmer, indem Masaru immer noch fleißig aufräumte. Die Tür hinter mir knallte ich laut zu, er sollte seinen Meister auf jeden Fall bemerken und wie erhofft und erwartet zuckte er zusammen.

Dieses mal drehte er sich sofort zu mir um und deutete auf das Glas in meiner Hand.

>>Ist das für mich?<<

Ein Lächeln zwang er sich in sein feines, feminines Gesicht.

>>Spinnst du? Schwuchteln trinken hier nur aus dem Katzenklo.<<

Ich hatte keine Katze.

Ich hätte gerne eine.

Sein Blick vertrübte sich erneut und er wendete sich der Aufräumarbeit.

>>Wer hat dir eigentlich erlaubt die Hose wieder an zu ziehen?!<<

Ich wollte ihn demütigen, solange bis er es nicht mehr aushielt.

Weinen wollte ich ihn sehen, trotz der Angst im Hinterkopf das würde mich wieder verweichlichen.

>>Nie- niemand.<<

Ohne einen weiteren Befehl zu erteilen zog er seine Hose hinunter und ohne weiteres zögern räumte er auf.

Es gefiel mir nicht, das es selbstverständlich für ihn wurde. Und dann kam mir die Idee.

>>Du Masaru! Hör mal auf, komm her und beantworte mir ein paar Fragen!<<

Ich zog den Stuhl, der am Schreibtisch gelehnt stand, mit mir in die Mitte des Raumes und setzte mich falsch herum darauf um meine Arme, verschränkt, auf der Lehne zu positionieren. Willenlos lies er die paar Kabel, die sich in seinen zerbrechlichen Finger befanden, fallen und kniete vor dem Stuhl.

Er richtete seinen Kopf zu meinem Gesicht, schielte jedoch daran vorbei.

>>Seit wann bist du schwul? Wie lange schon?<<

>>Ich sage es jetzt das letzte mal. Ich bin nicht schwul.<<

>>Wieso hast du dich nicht gewehrt? Hats dir gefallen?<<

>>Ich hab mich nicht stark genug gefühlt um mich zu wehren, das hätte alles schlimmer gemacht, denke ich.<<

>>Obs dir gefallen hat?!<<

Keine Antwort.

Doch in diesem Fall war keine Antwort auch eine Antwort.

>>So so.<<

Er zuckte zusammen und senkte seinen Blick erneut auf den Boden.

Ich erhob eines meiner Beine und drückte es fest gegen seine Schulter.

>>Was war der zweite Grund weswegen du dich nicht gewehrt hast? Wieso du nicht geschrien hast.<<

>>Aber das sagte ich dir doch bereits.<<

>>nicht mal gewinselt hast du. Kann es sein das du dich in mich verguckt hast?<<

Erneut schreckte er auf.

Dieser Gedanke kam mir erst in den Sinn, als ich darüber nachdachte was geschehen war, sein Verhalten.

>>nein hab ich nicht.<<

Wütend erhob ich mich vom Stuhl.

Er log mich an, er hatte eindeutig andere Gefühle für mich entwickelt, sonst hätte er das niemals kommentarlos über sich ergehen lassen. Nicht mal wütend hatte er mich ansehen können.

Mit schnellen und gar hastigen Bewegungen zog ich den Gürtel den ich trug aus meiner Hose und peitschte ihm auf den Rücken. Wieder gab er keinen Ton von sich.

>>Gibs endlich zu!<<

>>Ich bin nicht schwul, ich hab mich nicht in dich verguckt.<<

>>Du sollst es zugeben!<<

Ich schlug fester zu.

Und dass war das erste mal das er seine Stimme lauthals erhob.

>> Ja verdammt ich bin schwul! Und ja verdammt ich hab mich zum ersten mal in dich verguckt, als ich dich da sitzen hab sehen!<<

Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht. Eigentlich hätte jeder andere Junge in meinem Alter bei solch einem Geständnis panisch die Flucht ergriffen, ich jedoch durchschaute die mir nun offen stehenden Möglichkeiten. Niemand war einem so treu ergeben, wie jemand der einen liebte.

Er war ab da an mein perfektes Opfer.

Ich vertiefte die Unterhaltung nicht, steckte den Gürtel weg und ohne etwas zu sagen räumte er mein komplettes Zimmer weiter auf bis er fertig war. Während ich längst im Bett lag und schlief legte er die letzte gefundene Tasse auf den Schreibtisch und wagte sich nicht, sich zu mir zu legen, denn als ich am nächsten Morgen meine Augen öffnete schlief er auf dem Boden, genau vor dem Bett.

Er schien friedlich.

Aus einem mir damals unbekannten Grund konnte ich ihn nicht wecken. Weder vorsichtig, noch grausam und so stieg ich über ihn hin fort aus dem Bett und begann mich für die Schule vorzubereiten.

Ich verbrachte viel Zeit damit mich fertig zu machen. Neben der Angst der Leute, in meiner Gegenwart, wollte ich ihre Bewunderung spüren, die zu meinem Leidwesen hauptsächlich Aiko galt.

Eine ganze halbe Stunde verbrachte ich dort ehe ich mich an den Küchentisch setzte. Wieso ich das tat wusste ich nicht, denn meine Mutter und ich frühstückten nie, wir hatten kein Geld für so etwas. Essen war Luxus. Doch ich hatte wohl die Vermutung sie hätte wegen Masaru doch eine Kleinigkeit vorbereitet. Allein der Gedanke das er für gewöhnlich wohl möglich in einem riesigen Speisesaal saß, früh morgens, und von allen Seiten mit Essen bedient wurde machte mich krank. Diese scheiß Schwuchtel würde es nicht verdienen. Sehen wie er lebt wollte ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Es würde mich nur unnötig verunsichern, ich war ihm überlegen und dabei sollte es keine Rolle spielen das er in Prunk lebte, wobei ich nicht einmal 3 Mahlzeiten am Tag hatte.


>>Guten Morgen mein Schatz. Hast du gut geschlafen? Ist Masaru schon weg, oder schläft er noch?<<

>> der pennt.<<

Ich hatte ihr nie etwas gewünscht. Keinen guten Morgen, keinen guten Mittag, keinen guten Abend, keine gute Nacht und keinen guten Appetit, doch zu meiner Verteidigung- etwas schlechtes hatte ich ihr auch nie gewünscht.

>>Du solltest ihn wecken, sonst kommt ihr zu spät!<<

Nach ihrem Satz wendete sie ihre Bewunderung wieder dem Fernsehen zu, der in ihrem Schlafzimmer stand. Er war winzig. So groß wie die Mikrowellen aus der Werbung. Masaru hatte sicherlich einen eigenen Kinosaal, doch wahrscheinlich stellte ich ihn mir viel reicher vor, als er eigentlich war und doch schufen meine Vermutungen und Überlegungen Neugierde auf die Realität.

So schlich ich mich leise in mein Zimmer, kniete mich vor ihn und begann an seiner Schulter zu rütteln.

Ich tat es vorsichtig, ich wollte taktisch vorgehen. Er öffnete seine Augen und genau in diesem Moment traf sein Blick meinen. Die Situation war angespannt, wir hatten uns noch nie gegenseitig, gleichzeitig in die Augen gesehen.

Seine Augen.

Sie waren grün.

Seine Augen, sie gefielen.

Sichtlich geschockt über diese eigentlich harmlose Sache richtete er sich auf und fragte, ob ich ihm

sagen könne wo sich das Bad befände. Ich erklärte ihm den Weg, es war ja kein besonders weiter und

nach bereits 1o Minuten stand er wieder vor mir im Zimmer.

>>Das ging aber schnell.<<

>>Ich brauch Morgens nie lange.<<

Einige Zeit lang standen wir uns gegenüber und keiner von uns wusste so recht was er sagen sollte.

Da ich die Oberhand behalten wollte brach ich die Stille.

>>Wohnst du eigentlich in ner Villa?<<

>>Ja. Wieso fragst du?<<

>>Ich stelle die Fragen! Habt ihr nen Esszimmer, oder in der Küche?<<

>>Also wenn du es so genau wissen möchtest 4 Esszimmer, in jeder Etage eins.<<

Ich hasste ihn. Mein Hass wurde stetig größer und größer, doch ebenso meine Neugierde.

>>Hast du dein eigenes Zimmer mit nem großen Fernseher?<<

>>Ich hab 5 Schlafsäle für mich, in Zweien davon hängen Plasma Fernseher, wir haben aber

auch ein eigenes Fernsehzimmer, für wenn Besuch da ist, weißt du.<<

Nach Beendung seines Satzes sank sein Ich in sich zusammen, das sah ich ihm an.

>>wasn jetzt? deprimiert weil du nur 2 Fernseher hast?!<<

>>Nein das ist es nicht. Der, der Besuch. Wir haben nie Besuch. Ich habe nie Besuch.<<

Nun zwang er sich zum lächeln.

>>Wieso lädst du mich dann nicht ein?! Ich hab dich auch bei mir aufgenommen!<<

>>Äh also wenn du möchtest kannst du gerne mal mitkommen!<<

Er glaubte mir. Ich meinte es ernst. Einmal wollte ich wissen wie es war reich zu sein.

Alles zu haben was man sich nur erdenken konnte.

>>Wie wärs? Lass uns heute schwänzen und zu dir gehen.<<

>>Schwänzen?! Ich hab so was noch nie gemacht und würd ich auch nie....!<<

Ich durchbohrte ihn mit wütenden Blicken. Anscheinend fasste er die Tatsache das

ich ihn besuchen wollte als freundschaftliche Annäherung auf und war daher der Meinung

meine Befehle missachten zu dürfen. Das durfte ich unter keinen Umständen zulassen.

>>Wir gehen jetzt zu dir! Sag deinen Eltern wir haben heut frei, oder so. Die Schule ruft eh

nie an, das merkt keine Sau.<<

>>meine Eltern? Mein Vater ist nicht zu Hause, niemand wird was mitkriegen, die Bediensteten

dürfen keine Fragen stellen.<<

>>Diener??! Äh ja okay. Dann lass uns keine zeit verschwenden und los gehen!<<

Ich versuchte meine Vorfreunde hinter einem harten Ton zu verstecken, was mir allerdings nicht gelang.

Masaru schlich sich noch schnell zu meiner Mutter, bedankte sich für die Gastfreundschaft und

wünschte ihr einen schönen Tag ehe wir zur Haltestelle liefen.

Was für ein Schwuchtel Schleimer.

Dort angekommen warteten bereits Manabu und Aiko auf den Bus. Ich wusste nicht wie, doch

musste ich ihnen nun eine gute Geschichte verkaufen, nicht das der Verdacht in ihnen aufkommen würde

ich wäre auch schwul!

>>Guten Morgen Makoto.<<

>>Ja Guten Morgen.<<

>>Jaja, danke. Sag Frau Tanaka bescheid das ich heute krank bin, ja?<<

>>Was?! Das ist das erste das du uns zu sagen hast?<<

>>Wieso bist du krank? Du siehst gar nicht krank aus.<<

Wir ignorierten Masaru, es war beinahe so als würde er nicht existieren.

>>Ich bin ja auch nicht krank! Ich mach heut blau.<<

>>Klingt gut, ich mach mit. Was ist mit dir Manabu?<<

>>Nein ich denke ich werde zur Schule gehen.<<

>>Spießer. Naja wo gehen wir hin?<<

Ich musste leichte auflachen, Aiko dachte wirklich ich hatte vor mit ihm zu schwänzen, er überschätze unsere sogenannte Freundschaft.

>>Wir? Ich habe keine Ahnung. Ich gehen jedenfalls zu Masaru.<<

Die darauf folgenden Blicke von Manabu und Aiko waren unbeschreiblich. Da ich Menschen schnell durchschauen konnte, merkte ich sofort was sie dabei dachten. Scherzte ich? Meinte ich es ernst? Was hatte ich vor? Hatten sie sich verhört?

>>Nein ihr habt euch nicht verhört und das war auch kein Scherz!<<

>>Ähm ja okay. Du musst wissen was du tust.<<

Aiko räusperte sich nach seiner Aussage. Er war hin und her gerissen, ob ich

Masaru nun ausnutzen wollte, ihm weh tun wollte, oder ob etwas ganz anderes dahinter steckte.

>>Was räusperst du dich denn so dämlich? Hast du ein Problem damit?!<<

>>Nein! Ich bin nur erkältet!<<

Er log.

Ich sah es ihm an und doch lies ich es ihm durchgehen, ich war nicht in der Stimmung für eine Auseinandersetzung, an der sich wahrscheinlich auch noch Manabu beteiligen würde.

>>wo wohnst du eigentlich Neuer?<<

erhob nun auch endlich Manabu das Wort.

Es gefiel mir das keiner von beiden ihn bei seinem richtigen Namen nannte, das zeigte ihm genau wo er stand, nämlich ganz unten.

>>Einen Ort weiter nur.<<

Seine Antworten waren knapp und er äußerte sich beinahe ängstlich.

>>Seit ihr jetzt befreundet? ich verstehe es irgendwie nicht das gerade du so viel Kontakt mit einem Neuen hast, Makoto.<<

Er richtet seine Brille zurecht.

>>Man Leute vertraut mir. ich weiß was ich tue und ich werd euch früh genug in meinen Plan einweihen.<<

Ich lachte.

Ich freute mich.

Es war uns egal das er bei uns stand, wir redeten schlecht über ihn, vor ihm. Manabu verabschiedeten wir zuerst, denn der Bus zur Schule fuhr früher los, Aiko wollte wirklich schwänzen und so wartete ich bis sein Bus, der ihn in die Innenstadt brachte, kam. Eine ganze halbe Stunde musste ich nun mit Masaru auf unseren Bus warten und ich hatte mir noch nicht wirklich einen Plan zurecht gelegt was genau ich

in dieser langen Wartezeit mit ihm machen konnte.

Ignorieren?

Ihn in Sicherheit wiegen?

Ihn demütigen?

Ausfragen?

Es gab so viele Möglichkeiten, doch gerade als ich mich mehr und mehr in meine Gedanken vertiefte meldete er sich zu Wort.

>>Ich würds richtig toll finden wenn wir Freunde werden.<<

Manabu würde nun wohl sagen >du bist so Realitätsfern- du mickriges Individuum<.

Ich ignorierte ihn. Und ich tat es weiterhin bis der Bus eintraf und wir uns darin einen Platz gesucht hatten. Ich lies ihn am Fenster sitzen, nach seiner Bitte. Wieso ich dies tat darüber war ich mir im unklaren.

Es dauerte nur ungefähr fünfzehn Minuten bis wir in dem Ort ankamen, indem er wohnte, ich hatte nicht vor das Schweigen zu brechen. Er jedoch anscheinend schon. Unaufgefordert und wie befreit erzählte er mir von seinen merkwürdigen Hobbys, Vorlieben und Angewohnheiten.

Im Sommer fing er gerne Schmetterlinge um sie im Stillen betrachten zu können und sie dann wieder frei zu lassen.

Im Herbst kehrte er die goldenen Blätter zu einem Haufen, um dann hinein zu springen.

Im Winter liebte er es drinnen im Warmen zu sitzen und den ganzen Tag dem Himmel beim schneien zu zu sehen und im Frühling liebte er es sich zu verlieben. Wir hatten Frühling.

Er liebte es Morgens kalten Kaffee zu trinken.

Er liebte es Bilder von berühmten Künstlern auf Leinwänden zu zaubern. Laut seinen Aussagen war es besonders gut darin.

Er liebte es während es draußen regnete und der Regen laut an die Scheiben wütete, am Piano Stücke zu spielen. Er versuchte sich selbst im komponieren, was ihm allerdings nie gelang.

Er liebte Rosen.

Er liebte es Fotos zu machen und sie in einem Album zu sammeln, um sich diese immer wenn er allein gelassen wurde anzusehen.

Er liebte die Zeit in der sein Vater bei ihm war.

Er liebte so viel. Doch in seinen traurigen Augen konnte man keinen einzigen, noch so kleinen, Funken Liebe erkennen. Keinen noch so kleinen.

Seine Augen.

Sie waren grün.

Seine Augen, sie gefielen.

Seine Stimme, ich mochte den Klang seiner Stimme, er klang so lieblich, besonders wenn er über Dinge sprach die er liebte. Anscheinend liebte.

Ich mochte es ihm zuzuhören.

Es machte Spaß, es entspannte, es war wie aus der eigenen Welt auszubrechen und in eine heile, unberührte, friedliche Welt wieder geboren zu werden.

Für einen Moment.

Für einen kurzen Moment.

Für fünfzehn Minuten, die mir vorkamen wie eine unendlich, schöne Ewigkeit.

 

 

 

 

17.12.09 10:06

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